Hauptversammlung 2026
Zahlreiche Feuerwehrangehörige sowie Vertreter des öffentlichen Lebens und befreundeter Blaulichtorganisationen folgten der Einladung zur diesjährigen Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Marbach.
Kommandant Alexander Schroth begrüßte die Anwesenden und blickte auf ein einsatzreiches und arbeitsintensives Jahr zurück. In einer gemeinsamen Totenehrung gedachte die Versammlung insbesondere des im vergangenen Jahr verstorbenen Abteilungskommandanten Bernhard Ziegler aus Siegelhausen sowie des Kommandanten der Feuerwehr Oberstenfeld, Jürgen Beck.
Den Kassenbericht stellte Kassier Frank Tressl vor. Er informierte transparent über Einnahmen und Ausgaben des zurückliegenden Jahres. Die Kassenprüfer Edmund Epp und Adriano da Silva bestätigten eine ordnungsgemäße Kassenführung. Die Mannschaft erteilte daraufhin die Entlastung.
Da in diesem Jahr keine separaten Berichte aus den einzelnen Abteilungen erfolgten, fasste Kommandant Schroth die vielfältigen Aktivitäten der Einsatzabteilungen, der Jugendfeuerwehr sowie der Altersabteilung in seinem Jahresbericht zusammen.
Zum 31. Dezember 2025 zählt die Feuerwehr Marbach insgesamt 213 Angehörige. Die Einsatzabteilungen gliedern sich in 86 Aktive in Marbach, 53 in Rielingshausen und 9 in Siegelhausen. Hinzu kommen 30 Mitglieder der Jugendfeuerwehr sowie 35 Kameraden in der Altersabteilung. Die Altersspanne innerhalb der Wehr reicht von 10 bis 96 Jahren.
Um die hohe Einsatzbereitschaft sicherzustellen, wurden im vergangenen Jahr zahlreiche Übungen durchgeführt. Insgesamt kamen so 4.481 Übungsstunden zusammen. Ergänzt wurde dies durch Lehrgänge und Kreisausbildungen zur Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte. Darüber hinaus übernahmen die ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen Brandsicherheitswachen sowie Führungen für Schulklassen und Kindergartengruppen.
Auch die Kameradschaftspflege kam nicht zu kurz: Die Partnerfeuerwehr in Hagenheim (Bayern) feierte im Juli ihr 150-jähriges Jubiläum. Eine 20-köpfige Delegation aus Marbach nahm an den Feierlichkeiten teil.
Zu den wichtigen Projekten des Jahres 2025 zählten die Neugestaltung der Homepage als zusätzliche Informationsplattform neben den Social-Media-Kanälen, die Umstellung der Atemschutztechnik auf ein Überdrucksystem, die Einführung des digitalen Einsatzstellenfunks sowie die Beschaffung neuer Brandschutzhandschuhe nach aktueller Norm. Zudem wurde ein neuer Rettungssatz für den Vorausrüstwagen in Dienst gestellt und das Hygieneschutzkonzept weiterentwickelt.
Im Berichtsjahr wurden insgesamt 174 Einsätze mit 6.190 Einsatzstunden bewältigt. Diese teilen sich auf in:
- 100 Brandeinsätze (davon 63 durch Brandmeldeanlagen und Heimrauchmelder ausgelöst)
- 71 Hilfeleistungen, darunter 16 Türöffnungen
- 20 Unwettereinsätze
- 2 Gefahrguteinsätze
- 1 Wasserrettung
- 57 Einsätze im Rahmen interkommunaler Unterstützung und Überlandhilfe
Dabei konnten 51 Personen gerettet, 12 Personen evakuiert und zwei Tiere gerettet werden.
Die durchschnittliche Zeit zwischen Alarmierung und Ausrücken der ersten Fahrzeuge betrug 4,28 Minuten. Nach durchschnittlich 7,1 Minuten trafen die Einsatzkräfte am Einsatzort ein – und lagen damit deutlich unter den vorgegebenen Hilfsfristen. An 28 Tagen waren bis zu drei und mehr Einsätze pro Tag zu bewältigen.
Übungen und Einsätze summierten sich auf insgesamt 11.023 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit – ein eindrucksvoller Beleg für das Engagement der Feuerwehrangehörigen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger.
Mit Blick auf das Jahr 2026 stehen wichtige Beschaffungen an: Für die Abteilung Marbach sind ein Rüstwagen sowie ein Gerätewagen Transport vorgesehen, für die Abteilung Rielingshausen ein Mannschaftstransportwagen. Zudem startet die konkrete Hochbauplanung für das neue Feuerwehrhaus in Rielingshausen.
Zum Abschluss dankte Kommandant Schroth der Stadtverwaltung, allen Führungskräften und Ausschussmitgliedern sowie insbesondere allen Einsatzkräften für ihren Einsatz und ihre Verlässlichkeit. Er rief dazu auf, auch weiterhin gemeinsam und geschlossen die Zukunft der Feuerwehr Marbach zu gestalten.
Bürgermeister Jan Trost, der seit seinem Amtsantritt im Jahr 2014 an jeder Hauptversammlung teilnimmt, betonte in seinem Grußwort seine große Wertschätzung für die Arbeit der Feuerwehr. Er informierte darüber, dass der Neubau des Feuerwehrhauses Rielingshausen im Jahr 2028 beginnen soll – ermöglicht durch Mittel aus dem Investitionssondervermögen der Bundesrepublik.
Nach dem offiziellen Teil klang die Hauptversammlung in kameradschaftlicher Atmosphäre bei gutem Essen und anregenden Gesprächen aus.

















