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Übung Bahnunfall in Erdmannhausen

S-Bahn-Unfall in Erdmannhausen realitätsnah inszeniert. Verschiedene Feuerwehren und Hilfsdienste Proben den Ernstfall im Erdmannhäuser Bahnhof.                                 img_5069
Mit dem Einsatzstichwort „Zugunfall mit mehreren Verletzten“ wurden die Feuerwehren aus Affalterbach, Erdmannhausen, Ludwigsburg und Marbach am Samstag, 20. Oktober 2012 kurz nach 10 Uhr alarmiert. Es handelte sich hierbei nicht um einen echten Einsatz, sondern um eine Großübung. Daran beteiligt waren außerdem die Bundes- und Landespolize, der Rettungsdienst sowie ein Notfallmanager der Deutschen Bahn.

Simuliert wurde ein Zusammenstoß einer S-Bahn mit einem Pkw auf dem Bahnübergang am Erdmannhäuser Bahnhof. Der Fahrer des Pkw hatte versucht, die geschlossenen Halbschranken zu umfahren. Dabei kam es zu dem Unfall, bei dem sein Fahrzeug mit einer herannahenden S-Bahn kollidierte. Das Fahrzeug wurde vom Zug einige Meter weit mitgeschleift, bevor es sich zwischen Bahnsteigkante und S-Bahn verkeilte. Die beiden Insassen wurden eingeklemmt und schwer verletzt. Angenommen wurde außerdem, dass sich rund 25 Fahrgäste mit unterschiedlichen Verletzungen im Zug befanden - darunter ein Rollstuhlfahrer, ein Mann mit Gehhilfen sowie eine Mutter mit ihrem kleinen Kind.

Die Feuerwehr Erdmannhausen traf als erste am Einsatzort ein. Bereits während der Anfahrt wurde von der Feuerwehrleitstelle mitgeteilt, dass die Bahnstrecke gesperrt wurde. Damit war ausgeschlossen, dass ein weiterer Zug in die Unfallstelle fährt. Da die Oberleitung bei dem Unfall nicht beschädigt wurde, konnte unverzüglich mit der Erstversorgung der Verletzten begonnen werden. Kurze Zeit später trafen die Feuerwehren aus Marbach, Ludwigsburg und Affalterbach ein. Die Besatzung des Marbacher VRW und RW befreiten gemeinsam mit den Kameraden aus Erdmannhausen die beiden eingeklemmten Personen im Pkw. Weitere Trupps aus Affalterbach und Marbach unterstützten die Erdmannhäuser Feuerwehr bei der Evakuierung der S-Bahn. Im Einsatzleitcontainer des Landkreises Ludwigsburg wurde der Einsatz koordiniert.

Die Türen der S-Bahn wurden von außen notentriegelt. Mit Leitern und einer Rettungsplattform gelangten die Helfer in die Waggons und erkundeten die Lage. Gemeinsam mit dem leitenden Notarzt erfassten sie die Anzahl und Schwere der Verletzungen. Mit Tragen wurden die verletzten Fahrgäste und der bewusstlose Lokführer aus dem Zug gehoben und zum Verletztensammelplatz gebracht. Dort wurden sie vom Rettungsdienst versorgt. Die unverletzten Fahrgäste verließen den Zug mit Begleitung der Helfer über die Leitern und die Rettungsplattform. Sie wurden ebenfalls zum Sammelplatz gebracht und dort betreut. Nach der Erstversorgung vor Ort wären die Verletzten im Ernstfall mit Rettungswagen zur weiteren Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser gebracht worden.

Bei Einsätzen im Gleisbereich wird der Notfallmanager der Bahn immer sofort mitalarmiert. An der Unglücksstelle schaltete dieser die Oberleitung stromlos. Des Weiteren wurde die Oberleitung geerdet, um sicher zu stellen, dass keine Restspannung anliegt.

Neben den 120 Helfern waren einige Übungsbeobachter von Feuerwehr und Bahn dabei und verfolgten die Übung. Die Erdmannhäuser Bürgermeisterin Birgit Hannemann machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Die Übung verlief reibungslos und die Hilfsorganisationen haben Hand in Hand zusammengearbeitet. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in einer Nachbesprechung ausgewertet.

Nach dem S-Bahn Ringschluss von Marbach nach Backnang wird die Bahnstrecke ab Dezember mehr frequentiert als bisher. Um im Notfall optimal helfen zu können, wurde die momentane Streckensperrung für diese Übung genutzt.

Im Anschluss an die Übung fand im Feuerwehrgerätehaus Erdmannhausen ein gemeinsames Mittagessen mit allen Beteiligten statt.


Bilder: DokuFwKornwestheim


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